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Rührender Küchenhelfer, der nichts anbrennen lässt. (Kochloeffel)

Zart statt hart: Dieser Muskel schlummert stressfrei neben der Wirbelsäule, bis er in der Pfanne zur Höchstform aufläuft. (Filet)

Kommt aus der gleichen Familie wie der Frauenschuh, betört aber nicht das Auge, sondern Gaumen und Nase. (Vanille)

Ungefähr ein halbes Halbstück, das trotzdem große Bouquets hervorbringt. (Barrique)

Geliebt, verschmäht, wiederentdeckt: Die traditionsreiche Wurzel passt hervorragend zu Honig und in die Hochzeitssuppe, denn sie kommt in Weiß daher. (Pastinake)

Regenbogen oder Bach, Buchenrauch oder Müllerin? Genießer haben bei ihr die Wahl. (Forelle)

Wenn das weiße Gold nicht weiß ist, sondern schimmert wie das Meer, kommt es aus dem Iran. Nur hier gibt es diese seltene Spezialität. (Blausalz)

Kraftbrühe, Grundbrühe oder Essenz – auf Französisch klingt die würzige Grundlage für Saucen wohl am edelsten. (Fond)

Einen Piwi nennen Sommeliers eine pilzwiderstandsfähige Rebsorte halb bewundernd, halb skeptisch. Dieser Piwi ist gewissermaßen der König unter den roten Neuzüchtungen. (Regent)

Mit Basilikum und Tomate bringt er die italienischen Landesfarben genussreif auf den Teller. (Mozzarella)

Modewort, das gemeinsam mit kristallklar und rein nicht den Perlmutt-Schmuck beschreibt, sondern das Mineralwasser. (feinperlig)

Geschmack und Schreibweise gefallen nicht jedem, dennoch ist der blauschimmelige Schafskäse aus Frankreich nicht wegzudenken. (Roquefort)

Helmut Kohl liebte ihn, bei manch anderem dreht sich beim Gedanken an ihn der eigene um. (Saumagen)

Mehl, Milch, Ei und eine Prise Salz zu einem flüssigen Teig rühren, in Butter goldgelb ausbacken, schon ist er fertig. (Pfannkuchen)

Vampire hält sie sicher fern, manchmal auch den Partner daheim. Mediterrane Vorspeisen werden in ihrer Nähe hingegen oft gesichtet. (Aioli)

Pfifferlinge bringt sie zum Pfeifen, die Butter zum Knistern und in früheren Zeiten wohl auch manchen Ehemann zur Raison. (Pfanne)

Als Herrgottsbescheißerle füllten sie die Münder frommer Mönche, die lieber schmausten, als zu fasten. Heute werden sie unter anderem Namen gerne gegessen. (Maultaschen)

Die einzige Palme, die in Ostfrieslands rauer Natur gut gedeiht, wird in Bremen mit Pinkel verzehrt. (Grünkohl)

Nichts für Rohköstler, die es lange bleiben wollen. Vegetarier verzichten hingegen nur auf den Speck, der sie häufig ummantelt. (Bohne)

Lebenswasser, das seit Urzeiten mit den Engeln geteilt wird. (Whisky)

Wer Unheil angerichtet hat, möge ihm in Indien oder Madagaskar beim Wachsen zusehen. (Pfeffer)

Sorgt dafür, dass Kartoffel und Apfelstrudel nicht im Halse steckenbleiben – freilich in unterschiedlicher Geschmacksrichtung. (Sauce)

Wird regelmäßig untergebuttert, weil der Käse sonst nicht hält. Ist deshalb oft säuerlich. (Brot oder Brotscheibe)

Langer Vorgang, der die Sauerkirsche zum süßen Tortenbelag macht. (kandieren)

Findet der Kritiker keinen Grund zum Klagen, verleiht er sie gern. Auch sonst hilfreich gegen Haare in der Suppe. (Kochmuetze)